unsre Welt ist schön und ich will weg
- 4. Mai 2017
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((Man sollte das schreiben, was man nicht kann - daher hier mein erstes Gedicht))
Denn sogar im Regen
lässt's sich mit dir leben,
obwohl wir doch eigentlich aus Zucker sind,
innerlich ein kleines Kind,
zart, zerschlagen, zerfahren zerbrechlich,
zweifellos fragil, grazil und
schwach
Ich wünsch mir, dass ich aus dem Traum erwach
und -Ach!
Nun endlich leben kann, darf,
-Nein!-
Ich bleib gefangen in deinem Arm und schlaf'
Doch ich will mehr, will weg aus unsrer Welt,
endlich lernen, was wirklich zählt,
will fort aus unsrer ignoranten Perfektion,
hab genug von dieser du-ich-wir-Illusion
Bis jetzt haben wir Probleme und Vergangenheit wie Staub abgeklopft,
Fehler, Misserfolg zu Altpapier und Kompost gestopft.
Und jetzt
-Stopp!
zerreissen wir die Sonnenwände, die unsre abgeschottete Welt vor Tropfen schützen
und stürzen in die Pfützen,
lass uns unter Abflüssen
Gutnachtküssen,
denn, sogar im Regen
lässt sichs mit dir Leben,
obwohl wir doch eigentlich aus Zucker sind.

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